Krankheit mit hoher Dunkelziffer
Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse

sup.- Bei schätzungsweise rund einer Mio. Bundesbürgern liegt eine Störung der Bauchspeicheldrüse vor, ohne dass die Betroffenen von ihrer Erkrankung wissen. Grund für die hohe Dunkelziffer bei diesem Krankheitsbild ist, dass die Probleme sich oft jahrelang nur mit geringen Symptomen wie Blähungen, Völlegefühl und häufigeren Durchfällen bemerkbar machen. "Erst bei einem Ausfall von 60 bis 90 Prozent der Produktion von Verdauungsenzymen, ausgelöst durch die schrittweise Zerstörung der Zellen der Bauchspeicheldrüse, kommt es zu starken Oberbauchschmerzen, die meist gürtelförmig sind und in den Rücken ausstrahlen können", erläutert Prof. Matthias Löhr vom Universitätsklinikum Mannheim.
Eine frühe Diagnose ist insbesondere bei der chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) jedoch sehr wichtig. Denn sie erspart dem Betroffenen viel Leid und Schmerzen. Deshalb sollten Risikopatienten zumindest einmal im Jahr bei ihrem Hausarzt einen Pankreasfunktionstest machen lassen. Dabei wird eine Stuhlprobe im Labor daraufhin untersucht, ob die Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Verdauungsenzyme produziert. Zu den Risikopatienten gehören zum einen Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken und/oder Zigaretten rauchen. Außerdem entwickelt rund jeder dritte Diabetiker eine Pankreas-Insuffizienz, also einen Mangel an Verdauungsenzymen. Zu den Ursachen für eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse zählen zudem Gallensteinleiden, Medikamente sowie ein Alter über 60 Jahre.
Wird eine chronische Entzündung im Anfangsstadium entdeckt, ist meist keine Operation erforderlich. "Als erstes sollte bei einer chronischen Pankreatitis jeder Alkoholkonsum gestoppt werden. Als zweites wird durch die Verordnung von Pankreas-Enzympräparaten der Mangel an körpereigenen Verdauungsenzymen ausgeglichen und auf diese Weise für eine ausreichende Verdauungsleistung gesorgt. Bewährt hierzu haben sich Enzym-Arzneimittel in Form von patentierten Mikropellets wie z. B. Kreon, die sehr gut verträglich sind und praktisch keine Nebenwirkungen haben", erklärt Prof. Löhr. Weitere Informationen zu Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gibt es im Internet unter www.kreon.de.