Stabilisierung auf hohem Niveau
784 neue Stiftungen in 2003

sup.- Im vergangenen Jahr wurden laut Informationen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (Berlin) 784 neue Stiftungen bürgerlichen Rechts ins Leben gerufen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage sind damit nur fünf Stiftungen weniger als im Jahr 2002 errichtet worden. Der Trend zur Stabilisierung der Neuerrichtungszahlen auf hohem Niveau setzt sich also fort. Zum Vergleich: 1970 wurden lediglich 69 Stiftungen in Deutschland gegründet, 1990 betrug die Anzahl 190.
Den Spitzenplatz bei den Neuerrichtungen belegt Nordrhein-Westfalen mit 176 Stiftungen, gefolgt von Bayern (138) und Niedersachsen (112). Bundesweit ist die Zahl der selbständigen Stiftungen auf 12.193 gestiegen. Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es in Hamburg mit 51 Stiftungen pro 100.000 Einwohner die meisten Stiftungen. Bremen liegt hier auf Platz zwei mit 34 und Hessen auf Platz drei mit 19 Stiftungen je 100.000 Einwohner.

Zu den größten Stiftungen gehören in Deutschland die Robert Bosch Stiftung, die Landesstiftung Baden-Württemberg, die Volkswagen Stiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Hertie-Stiftung und die Bertelsmann Stiftung. Um sinnvoll eine Stiftung ins Leben zu rufen, muss man aber keineswegs zwangsläufig ein Unternehmer mit einem Millionenvermögen sein. „Je nach Zweck können Privatpersonen Stiftungen bereits ab einem Kapital von 25.000 Euro errichten“, so der Stiftungsexperte Lothar Pues, Geschäftsführer der Pues Steuerberatungsgesellschaft, Essen. Wer sich näher mit dem Thema Gründung einer eigenen Stiftung beschäftigen möchte, kann bei der Deutschen Stiftungsagentur gegen einen rückadressierten und mit 1,44 Euro frankierten DIN A 4-Briefumschlag eine Broschüre anfordern (Deutsche Stiftungsagentur, Vockrath, 41472 Neuss, Tel.: 02182/57 07 57, Fax: 02182/57 07 58, www.stiftungsagentur.de).