Vorsicht bei Antibiotika-Verordnungen Darmflora muss wieder reguliert werden

sup.-Husten, Schnupfen, Heiserkeit haben jetzt wieder Hochsaison. Nicht selten entwickelt sich eine einfache Erkältung allerdings auch zu einer unangenehmen Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung. Wenn die Infektion bakteriell bedingt ist, verordnen die Ärzte dann zumeist Antibiotika. Diese Medikamente bekämpfen in kürzester Zeit wirkungsvoll feindliche Bakterien, so dass die Krankheitssymptome innerhalb von wenigen Tagen abklingen. Die Schattenseite: Antibiotika vernichten sowohl die Krankheitserreger, als auch die freundlichen Bakterien der Darmflora. Dadurch können nicht nur Verdauungsbeschwerden ausgelöst, sondern auch die Abwehrkräfte geschwächt werden. Der Grund: Der Darm ist das größte menschliche Immunorgan. Naturheilkundlich orientierte Ärzte empfehlen ihren Patienten deshalb, nach einer Antibiotika-Behandlung eine Kur mit probiotischen Arzneimitteln (z. B. Symbioflor) zu machen. "Probiotische Arzneien enthalten freundliche Bakterien in hoher Konzentration, die Schritt für Schritt dafür sorgen, dass das gestörte Gleichgewicht der Darmflora wieder reguliert wird", erläutert Dr. Michael Schreiber vom Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie (Herborn). Patienten, die Antibiotika einnehmen müssen, sollten ihren Arzt auf solche medizinischen Probiotika ansprechen. Das gilt vor allem für ältere Menschen und für Kinder, weil deren Immunsystem nicht mehr bzw. noch nicht so stabil ist. Weitere Informationen gibt es unter der Beratungs-Servicenummer 0 27 72/58 25 97 (Di./Mi./Do. 8:30-12:30 Uhr; Mi. 15:30-18:00 Uhr).