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Vorbeugung ist lebenswichtig
Plötzlicher Herztod trifft jährlich über 100.000 Menschen
sup.- Am plötzlichen Herztod, auch Sekundenherztod oder Herzschlag genannt, sterben in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Menschen. "Damit zählt der plötzliche Herztod vor Krebs und Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen hierzulande", sagt Prof. Hans-Joachim Trappe vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung (Frankfurt a. M.). Ursache für einen plötzlichen Herztod sind fast immer Herzrhythmusstörungen. Dabei erhält das Herz keine regelmäßigen elektrischen Impulse mehr, die zum Zusammenziehen des Herzmuskels führen. Es gerät aus seinem gewohnten Rhythmus, die Zahl der Herzschläge steigt meist drastisch an: von normalerweise 60 bis 80 Schlägen auf teilweise über 300 Schläge pro Minute. Bei dem daraus resultierenden Kammerflimmern ziehen sich die einzelnen Herzmuskelfasern völlig unkoordiniert zusammen, so dass das Herz kein Blut mehr pumpt.
Wie aber kann ein jäher Herz-Kreislauf-Stillstand verhindert werden? "Die Prävention eines plötzlichen Herztodes kann nur die Prävention von Herzerkrankungen sein", erklärt Prof. Helmut Gohlke, Chefarzt am Herzzentrum Bad Krotzingen. Denn in den meisten Fällen liegt bereits eine Herzerkrankung vor, die dann zu den Herzrhythmusstörungen führt. Als sicherste Vorbeugemaßnahme empfehlen Mediziner deshalb Menschen mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen, regelmäßig einen Herz-Check durchführen zu lassen. Risikofaktoren für das Herz sind Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhter Cholesterinspiegel, Bewegungsmangel, Rauchen sowie Diabetes. Als schonendes und aussagekräftiges Verfahren für einen Herz-Check hat sich die mit Kontrastmitteln unterstützte Magnetresonanz-Angiographie (MRA) erwiesen. Bei der strahlenfreien Methode werden per Magnetfeld dreidimensionale Aufnahmen vom Herzen und den Blutgefäßen erstellt. Auf den Bildern kann der Radiologe krankhafte Veränderungen wie Gefäßverengungen bereits in einem sehr frühen Stadium sicher erkennen. Ermöglicht wird dieser präzise Blick in den Körper durch moderne MRA-Kontrastmittel, die vom Marktführer Schering (Berlin) entwickelt worden sind. Werden auf diese Weise Gefäßveränderungen rechtzeitig entdeckt, kann in vielen Fällen bereits durch eine Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil sowie mit Medikamenten entgegengewirkt werden, um das Fortschreiten einer Herzerkrankung zu verhindern. Wer eine MRA als Herz-Check durchführen lassen möchte, muss die Kosten in Höhe von rund 600 Euro allerdings meist selbst bezahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen das moderne Verfahren nur bei bereits vorhandenen Verdachtsmomenten, nicht jedoch als reine Vorsorge-Maßnahme anerkannt haben. |
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