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Gute Nachricht für Frauen in den Wechseljahren
Hormonersatztherapie löst keinen Brustkrebs aus
sup.- Etwa jede dritte Frau in den Wechseljahren leidet laut der Berliner Klimakteriumstudie unter mittelstarken bis sehr starken Beschwerden, die teilweise sogar zur Arbeitsunfähigkeit führen. Zu den typischen Symptomen, ausgelöst durch den Rückgang der körpereigenen Hormonproduktion, zählen Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen und Nervosität. Bislang konnte den betroffenen Frauen durch Verordnung einer Hormonersatztherapie (z. B. Femoston, Presomen) gut geholfen werden. Internationale Studien zeigen, dass vegetative Beschwerden in den Wechseljahren in 95 Prozent aller Fälle durch eine Hormonersatztherapie innerhalb von spätestens vier bis acht Wochen nach Behandlungsbeginn erheblich verbessert werden können. Aus Verunsicherung wegen möglicher Nebenwirkungen lehnen jedoch seit gut zwei Jahren viele Frauen die Einnahme von Hormonen ab, obgleich der Nutzen unbestritten ist. Zur Verunsicherung haben zwei Großstudien (WHI 2002, Million Women Study 2003) geführt, denen zufolge durch eine Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko deutlich erhöht wird.
Prof. Manfred Dietel von der Berliner Charité hat diese Studien jetzt gemeinsam mit einem Forscherteam geprüft und kommt zu dem entwarnenden Ergebnis: "Die Hormonersatztherapie hat keinen Einfluss auf die primäre Neubildung von Brustkrebs." Die Daten lassen laut Prof. Dietel nur den Schluss zu, dass die Hormone das Wachstum bereits vorhandener hormonsensitiver Brusttumoren stimulieren. Und dieses Faktum ist sogar eher positiv zu bewerten, denn dank des schnelleren Wachstums kann der Tumor bei Vorsorgeuntersuchungen früher entdeckt und operiert werden. Außerdem gibt es laut Prof. Dietel Hinweise, dass Tumoren einen günstigeren Verlauf zeigen, wenn die erkrankten Frauen Hormone einnehmen. Fazit: "Nach bisherigen Erkenntnissen kommen wir zu dem Schluss, dass Hormone in den Wechseljahren keinen gesundheitlichen Nachteil bezüglich der Entstehung von Brustkrebs bringen", so Prof. Dietel. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Vorsorge- und Mammographieuntersuchungen regelmäßig wahrgenommen werden. Diese Nachricht wird viele Frauen aufatmen lassen, deren Lebensqualität durch die unbehandelten Beschwerden in den Wechseljahren erheblich gemindert war.
Bildzeile: Endlich wieder durchschlafen zu können - ein sehnlicher Wunsch von vielen Frauen in den Wechseljahren. |
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